Grüner Stettiner

Typische Wirtschaftssorte.

Reifegruppe

late fruit

Entstehung

Unbekannt. Eine sehr alte Sorte mit sehr weiter Verbreitung. Die erste Beschreibung stammt von Christ 1797 unter dem Namen ‘Der grüne Stettiner‘. Die Sorte gehört zur Gruppe der ‘Stettiner‘, die in zahlreichen Formen und Farben vorkommen. Entstanden meist als Zufallssämlinge. Die Sorte kommt heute nur noch vereinzelt vor, sie wurde durch bessere verdrängt.

Frucht

Unterschiedliche Form, meist groß, flachrund. Andeutungsweise flache Wülste um die Frucht. Flache, weite Kelcheinsenkung. Kurzer, dicker Stiel in tiefer, strahlig berosteter Stielgrube. Schale dick, glatt. Gelblichgrüne Grundfarbe mit etwas Rötung sonnenseits. Angenehmer Duft. Fruchtfleisch zunächst fest, auf dem Lager mürbe. Saftig mit angenehmer Säure, kaum Aroma.

Reife

Ab Mitte Oktober, kaum Fruchtfall vor der Baumreife. Verarbeitung ab Anfang Dezember bis Mai aus dem kühlen Naturlager.

Ertrag

Spät einsetzend, dann aber hoch und einiger­maßen regelmäßig.

Baum

Große, weit ausladende Krone mit mäßig gut verzweigten, starken Ästen. Auch im Vollertrag noch mittelstarkes Wachstum. Der Baum ist im Holz frostfest und kann sehr alt werden.

Standort

Breit anbaufähig bis in Hochlagen, ohne besondere Ansprüche.

Anfälligkeit

Keine Krankheiten oder Schädlinge bekannt. Die Sorte gilt als sehr robust.

Anbauwert

Typische Wirtschaftssorte.

Empfindlich gegen Schorf: ohne bis sehr gering

Empfindlichkeit gegen Mehltau: ohne bis sehr gering

Eignung für Tafel: eingeschränkt geeignet

Eignung zum Backen: geeignet

Eignung für Most: geeignet

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