Hauxapfel

Wird als regelmäßiger Träger wieder verstärkt im Streuobstbau für Most in ­Mischung mit süßeren Sorten angebaut.

Reifegruppe

late fruit

Entstehung

Um 1920, als Sämling von ‘Roter Trierer Wein­apfel‘. Von Baumwart Haux bei Göppingen gefunden.

Blüte

Mittelfrüh, nicht witterungsempfindlich. Guter Pollenspender.

Frucht

Groß, um 200 g schwer. Ungleichmäßig stumpf kegelförmig. Tiefe und weite, unterschiedlich ­gerippte Kelcheinsenkung mit kleinem Kelch. Kurzer Stiel in enger Stielgrube. Schale derb, glatt, fettig. Bei Reife gelbgrün, sonnenseits leuchtendrot oder braunrot gestreift. Fruchtfleisch sehr fest, weniger saftig. Starke Säure (14 g/l), kaum Aroma. Saftausbeute 56,5 %!

Reife

Mitte September, nicht windfest. Etwa fünf ­Monate im kühlen Naturlager haltbar.

Verwertung

Nicht für den Frischverzehr, aber sehr gute Mostsorte für gehaltvollen Saft.

Ertrag

Setzt spät ein, ist dann aber hoch und weitgehend regelmäßig.

Baum

Große, breite Krone mit steilen, stark verzweigten Leitästen. Im Vollertragsalter immer noch kräftiges Wachstum. Im Holz nicht frostempfindlich.

Standort

Anspruchslos, bis in höhere Lagen anbaufähig.

Anfälligkeit

Stark für Feuerbrand, nicht aber in Hochlagen. In schweren Böden etwas krebsanfällig, sonst sehr robust, v. a. gegenüber Schorf. Kaum Fruchtfäule.

Anbauwert

Wird als regelmäßiger Träger wieder verstärkt im Streuobstbau für Most in ­Mischung mit süßeren Sorten angebaut.

Empfindlich gegen Feuerbrand: stark

Empfindlich gegen Schorf: ohne bis sehr gering

Empfindlichkeit gegen Mehltau: ohne bis sehr gering

Empfindlich gegen weitere Schädlinge und Krankheiten: gering Krebs

Eignung zum Backen: geeignet

Eignung für Most: gut geeignet

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