Rote Walze

In den Streuobstbereichen der Rhön noch immer verbreitet. Es gibt dort auch wieder Nachzuchten.

Reifegruppe

late fruit

Entstehung

Ungewiss. Diel beschrieb die Sorte 1801 mit der Bemerkung: „ich erhielt diese Sorte durch Hauptmann Brion mit der Bemerkung eines guten Kochapfels, den der Bischof von Verdun (Frankreich) aus Holland erhalten hat.“ Im 19. Jh. fand die Sorte in Sachsen, in der Rhön und vor allem in der Lausitz weite Verbreitung.

Frucht

Groß bis sehr groß, walzenförmig mit ungleichen Hälften. Flache Kelcheinsenkung mit Falten und flachen Rippen über die Frucht. Stielgrube weit, mitteltief und wenig berostet. Schale fein, etwas fettig. Bei Reife hellgelb, sonnen- seits mit stark geröteter, oft auch gestreifter Deckfarbe mit feinen Schalenpunkten. Fruchtfleisch grobzellig, saftig und ohne Würze. vorherrschend weinsäuerlich ohne hervortretende Süße. Weites Kerngehäuse mit „schlotternden“ Kernen.

Reife

Schüttelreife ab Mitte Oktober. Windfest.

Verwertung

Gute Wirtschafts- und Mostsorte.

Ertrag

Jährlicher Wechsel zwischen mittelhohen bis ­hohen Ernten und völligem Ertragsausfall (aus­geprägte Alternanz).

Baum

Breit ausladende Krone mit starken Ästen und guter Verzweigung. Von Jugend an bis ins Alter mit starkem Wachstum.

Standort

Völlig anspruchslos an Boden und Klima bis in raue Höhenlagen.

Anfälligkeit

Vor allem in höheren Lagen ohne Schorf und Mehltau. Bisher ist noch kein Feuerbrand aufgetreten.

Anbauwert

In den Streuobstbereichen der Rhön noch immer verbreitet. Es gibt dort auch wieder Nachzuchten.

Empfindlich gegen Feuerbrand: ohne bis sehr gering

Empfindlich gegen Schorf: ohne bis sehr gering

Empfindlichkeit gegen Mehltau: ohne bis sehr gering

Eignung zum Backen: gut geeignet

Eignung für Most: gut geeignet

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