Empfehlenswerte Besonderheit („Kultapfel“), v. a. für Liebhaber säurebetonter Äpfel. Die Sorte ist jedoch kein ‘Pink Lady‘-Ersatz für den Hausgarten.
Reifegruppe
late fruitEntstehung
‘Vanda‘ x ‘Cripps Pink‘ (‘Pink Lady‘). Institut of Experimental Botany/Prag. Sortenschutz in Europa.
Blüte
Früh bis mittel. Etwas frostempfindlich. Guter PollenspenderFrucht
Mittelgroß. Flache Form, mittelbauchig. Tiefe und weite Kelchgrube. Grundfarbe gelbgrün mit einzigartiger Optik: rot bis pinkfarben gestreift. In warmen Nächten vor der Pflückreife und bei verspäteter Pflücke, kann die typische Streifenfärbung ausbleiben. Dann sind die Früchte flächig mittelrot. Fruchtfleisch weiß, fest und feinzellig. Geschmack feinsäuerlich, aromatisch und fruchtig.
Reife
Anfang Oktober. In kühlen Räumen haltbar bis Januar/Februar.
Verwertung
Tafelfrucht und zum Backen. „Schaufrucht“.
Ertrag
Früh einsetzend. Weitgehend regelmäßig, mittel bis hoch.
Baum
Mittelstarker Wuchs, gut verzweigt. Schöner Habitus.
Anfälligkeit
Gering für Schorf, leicht für Mehltau. In feuchten Gebieten ist Krebsbefall möglich.
Anbauwert
Empfehlenswerte Besonderheit („Kultapfel“), v. a. für Liebhaber säurebetonter Äpfel. Die Sorte ist jedoch kein ‘Pink Lady‘-Ersatz für den Hausgarten.
Brauchbar als Wirtschafts- und Mostapfel. Die enormen Früchte erregen bei Obstausstellungen großes Aufsehen.
Eine nur mittelgroße, aber hervorragende Tafel- und Wirtschaftssorte für einen (fast) problemlosen Anbau im Garten und in der Landschaft.
Sehr gute Liebhabersorte, auch für den Streuobstanbau. Beste Erträge auf Typ 9 (oder vergleichbare) in günstiger Lage. Gleichzeitig ist dort aber die Gefahr für Feuerbrand besonders hoch. Für Formobstbäume gut geeignet.
Robuste, schorfresistente Sorte mit sehr gutem Geschmack und regelmäßigem Ertrag. Geeignet für den Anbau im Hausgarten, als Streuobst und im ökologischen Anbau.
Diese vorzügliche Sorte ist wohl nur wegen ihrer Fruchtgröße nicht mehr im Anbau. Im Garten wäre sie durchaus eine Bereicherung des Sortiments.
Typische Regionalsorte des Alten Landes, mit teilweise großer Bedeutung für die industrielle Verwertung und im Streuobstanbau. In Gärten eher eine Liebhabersorte.
Einst Spitzensorte, aber auch heute noch sehr beliebt. Nicht für schwachwachsende Unterlagen geeignet, sonst erschöpft sich der Baum zu früh. Als Spalier und Topfbäume schon immer gerne angepflanzt. Eingeschränkte Empfehlung in Feuerbrandlagen (warm, feucht).
Wegen der gebietsweise aufgetretenen Schorfanfälligkeit und dem starken Mehltaubefall nur eingeschränkte Empfehlung für den Garten.
Für Liebhaber süßweiniger Äpfel vorzugsweise als Spalierform. Wegen der oft als langweilig empfundenen Fruchtfarbe ist die Sorte weniger im Anbau zu finden.
Außer in den Sortenerhaltungen von Wisley Gardens und East Malling ist die Sorte in England nicht mehr im Anbau. Auch bei uns sind warme Klimagebiete wegen der hohen Schorfgefahr zu meiden. In mittleren und hohen Lagen kann aber eine Anpflanzung durchaus lohnen.
Empfehlenswerte Sorte auf schwachwachsenden Unterlagen. Geeignet auch für Spalier und Topfbäume. Etwas störend die fettigen Früchte vom Lager. Gut gefärbt finden sie im Erwerbsanbau guten Absatz.
Ursprünglich zwar eine Regionalsorte, die aber auch in anderen Extremlagen gut anbaufähig ist. In der Rhön ist die Mostsorte so beliebt, dass eine Kelterei nach ihr benannt wurde.
Früher sehr beliebt und wahrscheinlich widerstandsfähiger als heute, doch sehr pflegeaufwendig. Für höhere Lagen und im Streuobstanbau für die Mostbereitung noch anzutreffen.
Ausgesprochene Liebhabersorte, heute nur noch selten anzutreffen. In Höhenlagen geschmacklich besser.
Aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine der besten Mostsorten, auch für den erwerbsmäßigen Anbau.
Aufgrund des starken Wuchses und der ausgeprägten Alternanz weniger für Hausgärten, dafür aber in Obstwiesen zu empfehlen.